Unternehmenswebsites – ein wenig über Looks und Feelings

Veröffentlicht am: von Erika Waibel

Das Internet. Seit dem Jahr 1990 ist die Erfindung für schlaue Köpfe öffentlichkeitstauglich, der darauffolgende Siegeszug legendär. Die Datenvernetzungsmaschine ist längst Teil unserer Realität. In unserer Realität heiraten wir, bekommen Kinder, ziehen um oder wechseln den Job. Alles Änderungen, die wir in unserer „alternativen Realität“ zumindest berücksichtigen sollten, ob wir sie schlussendlich dann auch bekannt geben, ist unsere eigene Entscheidung. Doch was für den Privatmenschen gilt, sollte für Unternehmen in noch höherem Maße Gültigkeit haben. Gerade in Firmen wird oft vergessen, dass sicht- und fassbare Leistungen im Netz nicht wahrgenommen werden können. Sie müssen übersetzt werden. In eine Website, die weiß, was Kunden wollen.

Es ist oft eine Kostenfrage, die Firmen dazu veranlasst, Websites im Zweifel selbst zu erstellen und dabei möglichst wenig Gedanken an Design oder Inhalt zu verschwenden. Ein erschreckend großer Teil der Homepages informiert den Besucher nicht einmal darüber, über welche Kernkompetenzen so ein Unternehmen verfügt. Die Folge: Ein potenzieller Neukunde erreicht vielleicht die Website, macht dann aber auf dem Absatz sofort kehrt – er weiß schließlich gar nicht so wirklich, wo er da gelandet ist.

Folgende Punkte sind von der ersten Minute an zu beachten:

  • Das Konzept. Eine Website ist sehr viel mehr als eine Ansammlung von Text- und Bildmaterial. Sie leitet einen potenziellen Kunden durch Ihr Unternehmensangebot. Und das zu jeder Tages- und Nachtzeit. Spätestens, wenn man sich diese Tatsache vor Augen führt, wird klar, dass ein Online-Shop eine andere Optik und Aufbau haben muss, als eine Unternehmensberatung. Ein Schema F gibt es nicht. Es gilt: Ohne Konzept keine erfolgreiche Website.
  • Die Technik. Auch die Erstellung einer wirkungsvollen Website ist eine große Aufgabe. Beachtet werden sollte Vieles. Ist eine Website mobil nicht erreichbar, oder in einem bestimmten Browser nicht komplett sichtbar wirkt das unprofessionell. Dazu hat kaum jemand noch die Geduld, sich die nicht-sichtbaren Stellen dazu zu denken. Auch sollte überprüft werden, ob jeder Browser die Website korrekt anzeigt. Es schreckt kaum etwas mehr ab, als eine schlechte Website. Und Fehler finden Kunden und solche, die es werden wollen, sehr schnell.
  • Der Text. Und sowieso: Wie spreche ich meinen potenziellen Neukunden eigentlich an? Überlegen Sie sich gut, was Sie wie sagen möchten. Erstellen Sie ein Konzept. Vergleichen Sie auch mit Wettbewerbern. Oft hilft es auch, ein weiteres Augenpaar um Meinung zu bitten. Ohne Scheuklappen sieht man oder frau oft sehr viel mehr.
  • Das Bild. Es gibt gleich mehrere Fotoanbieter, die einen breiten Fundus an professionellen Fotos zur Verfügung stellen, die den Inhalt der Website unterstreichen, anstatt ihn zu torpedieren. Ein wenig Investition könnte sich lohnen. Das Auge isst schließlich mit.

Vielleicht werfen Sie zuerst einen kritischen Blick auf Ihre eigene Website. Versuchen Sie, sich in die Lage des Kunden hineinzuversetzen. Würden Sie etwas kaufen? Wie lange würden Sie auf der Website bleiben? Hätten Sie Lust, weiter zu klicken und mehr zu erfahren? Fragen Sie anschließend Ihren Partner und Ihre Freunde nach deren ehrlicher Meinung. Und dann überlegen Sie, ob Sie etwas ändern sollten.

Für einen besseren Look, ein besseres Feeling und vor allem für mehr Umsatz.