ERP-Studie zeigt deutlich: Moderne Systeme entlasten den Mittelstand im Alltag

ERP-Studie zeigt deutlich: Moderne Systeme entlasten den Mittelstand im Alltag

Mittelstands-Umfrage: Hoher Modernisierungsdruck trifft auf begrenzte interne Kapazitäten

Stuttgart, 3. November 2026 – Über die Hälfte der befragten Unternehmen sieht einen hohen oder sogar sehr hohen Modernisierungsdruck bei dem im eigenen Betrieb eingesetzten ERP-System. Allerdings fehlen vielen Unternehmen die internen Personalressourcen, um genau diese Erneuerung voranzubringen. Dies geht aus dem aktuellen Report „ERP-Herausforderungen 2026/2027“ der Stuttgarter Planat GmbH hervor. Für die Studie waren 150 Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe unterschiedlicher Firmengrößen zu ihrer Strategie bezüglich Enterprise Resource Planning (ERP) befragt worden.

Laut Studie bewerten rund 51 Prozent den Modernisierungsdruck als hoch oder sehr hoch. Investitionen in ERP, Digitalisierung oder Prozessautomatisierung sind bei 64 Prozent innerhalb der nächsten zwei Jahre konkret geplant oder zumindest grundsätzlich vorgesehen. Für die Projektplanung bedeutet das: Unternehmen müssen den laufenden Betrieb und die Erneuerung ihrer Abläufe gleichzeitig organisieren. Gerade bei gewachsenen Systemlandschaften ist zu klären, welche bisherigen Anpassungen noch gebraucht werden, welche Abläufe sich vereinfachen lassen und welche Erweiterungen notwendig sind. Dabei ist die Übernahme vorhandener Sonderlösungen keine Selbstverständlichkeit: Was früher eine technische Lücke geschlossen hat, kann heute durch eine Standardfunktion abgedeckt sein. Ein Abgleich zwischen bestehenden Arbeitsweisen und dem künftigen Prozessmodell hilft, unnötige Komplexität im neuen System zu vermeiden.

Ressourcen sind die größte Projekthürde

Fehlende interne Ressourcen sehen 86 Prozent der Befragten als Hürde bei der Modernisierung oder Einführung eines ERP-Systems. Damit ist die Ressourcenknappheit das in der Umfrage am häufigsten genannte Hindernis. Hoher Projektaufwand sowie Datenmigration und Datenqualität folgen mit jeweils rund 83 Prozent Zustimmung (Mehrfachnennungen waren möglich). Kosten oder Budgetrestriktionen sind für rund 77 Prozent ein begrenzender Faktor. Neben dem Finanzierungsplan braucht es deshalb eine realistische Kapazitätsplanung: Das Wissen über Artikel, Fertigungsabläufe und Kundenanforderungen liegt in den Fachabteilungen. Diese müssen auch dann an einem neuen ERP-Projekt mitwirken können, wenn das Tagesgeschäft sie stark beansprucht.

„Ein ERP-Projekt lässt sich nicht allein über das Budget steuern. Die Fachabteilungen brauchen Zeit, um Anforderungen zu klären, Daten zu prüfen und neue Abläufe zu testen“, sagt Christian Biebl, Geschäftsführer von Planat. „Eine gute Einführung berücksichtigt diese Aufgaben von Anfang an und verteilt sie so, dass der laufende Betrieb arbeitsfähig bleibt.“

Einführungsqualität vor Umsetzungstempo

Bei der Wahl eines Anbieters steht die Qualität von Beratung, Einführung und Projektmanagement an erster Stelle: 73 Prozent nennen sie in der Studie als entscheidenden Faktor. Dahinter folgen ERP-Kompetenz mit 69 Prozent sowie Service und Support nach der Einführung mit 67 Prozent. Die Branchenerfahrung in der fertigenden Industrie ist für 65 Prozent der Befragten entscheidend. Die Geschwindigkeit der Projektumsetzung nennen 45 Prozent. (Mehrfachnennungen waren möglich.)

Das Ergebnis spricht für eine sorgfältige Projektvorbereitung. Ein abgegrenzter erster Einführungsschritt kann helfen, den Aufwand beherrschbar zu halten. Dazu gehören klare Zuständigkeiten, überprüfbare Meilensteine und Unterstützung über den Produktivstart hinaus. Branchenerfahrung erleichtert es, Anforderungen wie Variantenfertigung oder die Planung begrenzter Maschinenkapazitäten früh zu berücksichtigen. Schulungen sollten an den tatsächlichen Aufgaben der Mitarbeiter ansetzen, damit neue Funktionen im Alltag auch genutzt werden. Vor dem Produktivstart sollten die Beteiligten in Form von Integrationstests ihre Geschäftsvorgänge vollständig simulieren, etwa vom Kundenauftrag über die Materialbereitstellung bis zur Auslieferung und Rechnungsstellung. So werden Abhängigkeiten sichtbar, die bei der Prüfung einzelner Funktionen leicht übersehen werden. Für die Umstellung braucht es außerdem einen abgestimmten Ablauf für Datenübernahme, Freigaben und die Betreuung der Anwender in den ersten Betriebstagen.

Entlastung ist das Ziel

Die Befragten erwarten, dass moderne ERP-Systeme helfen, knappe Personalkapazitäten besser zu nutzen. 89 Prozent sehen darin eine Hilfe gegen den Fachkräftemangel, weil sich manuelle Routinetätigkeiten reduzieren lassen. Für die Entlastung der Mitarbeiter im Tagesgeschäft liegt die Zustimmungsquote bei 86 Prozent. Entlastung entsteht beispielsweise dann, wenn Auftragsdaten ohne erneute Eingabe in Einkauf, Lager und Fertigung weiterverwendet werden. Klare Freigaberegeln helfen zusätzlich, Rückfragen und Suchaufwand zu begrenzen. Der Nutzen einer Modernisierung zeigt sich damit auch daran, ob Mitarbeiter weniger Zeit mit dem Abgleich widersprüchlicher Informationen verbringen.

„Die Einführung bindet zunächst Ressourcen. Ihr Ziel muss sein, die Arbeit anschließend spürbar zu vereinfachen“, erklärt Biebl. „Deshalb sollten Unternehmen früh festlegen, welche Abläufe sie verbessern wollen und woran sie den Erfolg erkennen. So wird aus einem Softwareprojekt eine nachvollziehbare betriebliche Investition.“

Die PLANAT GmbH (www.PLANAT.de) bietet mit ihrer skalierbaren ERP-Standardsoftware einen flexiblen IT-Service „Made in Germany“ für den produzierenden Mittelstand. In der Basisversion verantwortet die Software Vertrieb, Beschaffung, Logistik, Produktionsplanung und -steuerung mit Betriebsdatenerfassung und betriebswirtschaftliche Anwendungen. On top können bedarfsgerecht branchenspezifische Softwareinhalte integriert und diverse Add-ons, wie z. B. ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) oder Customer-Relationship-Management (CRM), eingesetzt werden. Das innovative, modulare Softwarekonzept ergänzt PLANAT seit 1981 durch branchenspezifische Beratung sowie durch verlässlichen Support.

Kontakt: PLANAT GmbH,
Schönbergstr. 45-47, 73760 Ostfildern (bei Stuttgart), Deutschland,
Tel.: +49 (0)711-16756-0, E-Mail: software@PLANAT.de, Web: www.PLANAT.de
Ansprechpartner: Cecilia Fischer – E-Mail: cecilia.fischer@planat.de

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