KRITIS: Gesundheitswesen im Hackerfokus

Veröffentlicht am: von euromarcom Team

KRITIS: Gesundheitswesen im Hackerfokus

Neben der Patienten-Infrastruktur und Medizintechnik ist die IT-Sicherheit entscheidend

Köln, 30. Oktober 2018 – Bisher profitiert die Medizintechnik enorm durch neue Technologien – seitdem Gesundheitseinrichtungen allerdings im Fokus internationaler Hacker stehen, sieht die Lage anders aus. „Während sich manch Krankenhaus zum digitalen Vorzeigeprojekt entwickelt hat, wurde die Bedeutung der IT-Sicherheit in den Infrastrukturen deutlich unterschätzt“, sagt Andreas Schlechter, Geschäftsführer von Telonic. Das Systemhaus sichert komplexe Infrastrukturen mit proaktiven Mechanismen gegen Risiken von außen und innen ab und betreut auch Projekte im Gesundheitswesen. Laut Lagebericht zur IT-Sicherheit des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) liegt die Gesundheitsbranche auf dem vierten Platz bezogen auf das Meldeaufkommen von Hackerangriffen auf kritische Infrastrukturen (KRITIS).

Digitale Viren greifen an

Während Ärzte direkt am Krankenbett über Tablet-Computer auf virtuelle Patientenakten, Diagnosen, Blutwerte, Röntgenaufnahmen und vieles mehr zugreifen können, zeigen sich die Risiken der digitalen Viren um so drastischer. Eine geschlossene Notaufnahme und Probleme bei der Patientenbehandlung waren erst im September die Folge eines Angriffes auf die Ameos-Klinik in Bremerhaven, der 24 Stunden andauerte. „Es war schlicht Glück, dass nur ein Krankenhaus dieser Gruppe betroffen war. Durch Vernetzungen innerhalb eines Kliniknetzes können auch leicht mehrere Krankenhäuser über eine Sicherheitslücke angegriffen werden“, warnt Andreas Schlechter von Telonic. Tatsächlich betreibt die Ameos-Gruppe nach eigenen Angaben 77 Einrichtungen an 41 Standorten, betroffen war jedoch nur der Standort Bremerhaven. Mit einem eigenen Lösungspaket bietet Telonic umfassende Security-Services für die IT-Abteilungen von Kliniken und Praxiszentren an. Beginnend mit der Analyse und Beratung bieten spezielle Softwarelösungen proaktiven Schutz auch vor noch unbekannten Bedrohungen – eine wichtige Funktion beim Schutz der Patienten.

Grundversorgung in Gefahr

Bei anhaltenden Attacken, die das Ausmaß von Wannacry & Co erreichen könnten, ist eine Gefährdung der medizinischen Grundversorgung nicht auszuschließen. Bereits 2016 brach der gesamte Betrieb eines Krankenhauses im nordrhein-westfälischen Neuss zusammen. Die Klinik war Opfer eines Trojaners, der im Krankenhausnetzwerk Daten verschlüsselte. Statt digitaler Führungsposition wurde der Betrieb schlagartig ins Papierzeitalter zurückgeworfen. Auch die Unternehmensberatung Roland Berger warnt mit der „Krankenhausstudie 2017“ und gibt alarmierende Daten aus: Von 500 befragten Krankenhäusern gaben 64 Prozent an, schon einmal Opfer eines Hackerangriffs geworden zu sein. Doch die tatsächlichen Zahlen könnten noch höher liegen: „Die Intensität und verdeckte Operation solcher Attacken wird noch deutlich zunehmen. Das Gesundheitswesen muss sich und die Daten schützen, um die Patienten vor Schaden zu bewahren“, sagt Andreas Schlechter von Telonic.

Die Telonic GmbH ist Deutschlands führendes Systemhaus für Netzwerk und Security. Seit der Gründung 1979 ist das Unternehmen in Familienbesitz und betreut Kunden in zahlreichen Branchen – von Verwaltung, Industrie und Logistik über Bank- und Finanzwesen bis zu Konzernen aus der Energieversorgung. Durch den klaren Fokus auf Netzwerk- und IT-Sicherheitslösungen verfügt Telonic über zahlreiche Best Practice-Erfahrungen und agiert als Systemintegrator für führende Soft-und Hardwarehersteller. Neben der herstellerunabhängigen Analyse realisiert Telonic die Projekte und sorgt auch für die laufende Betreuung und anfallende Schulungsmaßnahmen. Mehr als 120 Mitarbeiter stehen dazu bundesweit den Kunden zur Verfügung.

Weitere Informationen: Telonic GmbH, Albin-Köbis-Str. 2, D-51147 Köln, Tel.: +49 2203 9648 0, E-Mail: presse@telonic.de, Web: www.telonic.de

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