Und sie bat darum, sich zu spezialisieren

Veröffentlicht am: von Erika Waibel

Wenn wir ehrlich sind, dann denkt doch jeder einzelne von uns, dass er es am besten kann. Jeder einzelne ist sich sicher, dass er keine Unterstützung braucht und wenn alles nach seiner Pfeife tanzen würde, wäre die Welt in allerbester Ordnung.

Das ist nicht richtig.

Das wichtige ist – und das gilt für Unternehmen ebenso wie im kleinen privaten Betrieb Familie – dass jeder genau das tun sollte, das er kann und für das er die größte Expertise besitzt. Nur dann wird mit größtmöglicher Freude der bestmögliche Erfolg erzielt.

Es geht also um Spezialisierung.

Wer das nicht glaubt, sollte sich in Erinnerung rufen, dass es bereits ein paar Hundert Jahre her ist, da es einen Mann mit dem Namen Leibniz gab, von dem man sagte, dass er alles wusste. Manchmal müssen wir uns einfach immer wieder aufs Neue klar machen, dass es einen solchen Menschen einfach nicht mehr geben kann. Um sich nicht aufzureiben zwischen all dem Wissen, den Informationen und um sich nicht zu verlieren, muss man sich spezialisieren. Das heißt natürlich auch, dass wir einer eventuell unangenehmen Wahrheit ins Auge blicken müssen: Manche können etwas, das andere nicht können.

Und das ist gut so.

Wir sollten nie den Anspruch haben, alles zu wissen, wir sollten aber auch nie den Anspruch an uns selbst verlieren, zu lernen. Man sagt, es sei schwierig, ein Gefäß zu füllen, das bereits voll ist. Und voller Wissen ist sicher keiner von uns. Auch wenn man also denken mag alles zu wissen und zu beherrschen, auch wenn man der festen und simplen Überzeugung ist, es besser zu können lautet das oberste Gebot der Arbeits- und Privatwelt noch immer: Spezialisiert euch. Nehmt euch an den Stellen zurück an denen ihr die Perfektion noch nicht erreicht habt und strebt an den Stellen zur Perfektion, die euch erfüllen mögen.

Klingt hochtrabend.

Ist aber so.